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EnEV aktuell

Energieeinspar-Verordnung (EnEV) aktuell

EnEV fordert ab 2016 noch höheren Energie-Standard für Neubauten

Energie sparen

Lt. EU-Richtlinie müssen Neubauten ab 2019 (öffentliche Gebäude) bzw. 2021 (alle übrigen Gebäude) in EU-Staaten einen Niedrigstenergie-Standard erfüllen. Dieser sieht einen gegen Null gehenden Energiebedarf vor, der nahezu komplett über erneuerbare Energien abgedeckt wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, sieht die derzeit gültige EnEV 2014 für 2016 verschärftere Energieeinsparungen für Neubauten vor. Im Bereich der Anlagentechnik sollen weitere 25 %, im Bereich des Wärmeschutzes der Gebäudeaußenhülle sollen weitere 20 % des Primärenergiebedarfs eingespart werden.

Welche Neubauvorhaben sind davon betroffen?

  • Gebäude, für die erst in 2016 ein Bauantrag oder eine Bauanzeige eingereicht wird
  • Genehmigungsfreie Bauvorhaben, die erst in 2016 ausgeführt werden

Gibt es Ausnahmen von der Verschärfung?

  • Bauvorhaben, die noch in 2015 per Bauantrag oder –anzeige beantragt, aber erst in 2016 ausgeführt werden
  • Genehmigungsfreie Bauvorhaben, die in 2015 begonnen wurden, aber erst in 2016 fertig gestellt werden
  • Neubau von Hallen mit einer Raumhöhe >= 4 m, Voraussetzung: dezentrale Versorgung über Gebläse- oder Strahlungsheizungen
  • Gebäude, für die die EnEV 2014 nicht zutrifft, z.B. Tierställe, Ferienhäuser, Kirchen etc.

Kann man sich von den Anforderungen der EnEV 2014 befreien lassen?

Wenn folgender Tatbestand vorliegt, kann man sich lt. § 25 der EnEV 2014 auf Antrag bei der zuständigen Baubehörde befreien lassen:

„…die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.“
Quelle: § 25 EnEV 2014

Stand: Oktober 2015
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Welche Neuerungen sieht die EnEV in 2015 vor?

Januar 2015:

Ab Jahresbeginn 2015 dürfen Heizkessel (mit einer Nennleistung zwischen 4 und 400 Kilowattstunden), die flüssige oder gasförmige Brennstoffe nutzen und vor dem 01.01.1985 installiert wurden, nicht mehr betrieben werden.

Das gilt nicht für:

  • Niedrigtemperatur- und Brennwertkessel
  • Anlagen zur Warmwasserbereitung
  • Küchenherde
  • Geräte, die lediglich einen Raum beheizen
  • Heizkessel in Gebäuden mit max. 2 Wohnungen, die vom Eigentümer am 01.02.2002 zumindest teilweise selbst bewohnt wurden. In diesem Fall muss der Heizkessel erst nach einem Eigentümerwechsel erneuert werden.
  • Fälle, in denen die Kosten für einen Heizkesselaustausch nicht innerhalb einer bestimmten Frist durch nachträgliche Einsparungen kompensiert werden können.

Später installierte Heizkessel, also ab dem 01.01.1985, sind nach 30 Jahren auszutauschen.

Quelle: EnEV-online

Februar 2015:

Laut NAPE (Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz) sollen für energetische Gebäudesanierungen weitere Fördergelder und somit Anreize zur Verfügung gestellt werden. Geplant sind Fördergelder in Höhe von 1 Milliarde € jährlich über einen Zeitraum von fünf Jahren. Bis Ende Februar werden von Bund und Ländern finale Entscheidungen getroffen werden.

Das soll sich ändern:

  • Fördermittel sollen einfacher beantragt und schneller bearbeitet werden.
  • Ab Mitte 2015 Förderprogramm für energetische Maßnahmen von Gewerbegebäuden
  • Energetische Sanierungsmaßnahmen von privaten, selbst bewohnten Gebäuden sollen steuerlich abgesetzt werden können, solange sie die Energieeffizienz steigern bzw. erneuerbare Energien nutzen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

März 2015:

Ab 1. März 2015 werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) höhere Zuschüsse für Vor-Ort-Beratungen gewährt.

Zuschüsse:

  • Ein- und Zweifamilienhäuser: 60 % der förderfähigen Beratungskosten, max. 800 €
  • Wohngebäude mit mind. 3 Wohneinheiten: max. 1.100 €
  • Wohnungseigentümerversammlungen oder Beiratssitzungungen: 100 % der förderfähigen Beratungskosten für zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts, max. 500 €

Darüber hinaus kann man in der Vor-Ort-Beratung nach der neuen Richtlinie hinsichtlich des Energieberatungsberichts zwischen der Erstellung eines energetischen Gesamtsanierungskonzepts und einem Sanierungsfahrplan (Sanierung in Schritten mit Einzelmaßnahmen) wählen.

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Mai 2015:

Ab dem 01.05.2015 müssen Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien zwingend Energiekennwerte des jeweiligen Gebäudes angeben. Ordnungswidrigkeiten werden mit Bußgeldern bis zu 15.000 € geahndet.

Quelle: EnEV-online

Juli 2015:

Am 01.07.2015 soll das neue EWärmeG (Erneuerbare-Wärme-Gesetz) in Kraft treten. Die Novelle sieht bei der Sanierung einer Heizungsanlage die Erhöhung des Pflichtanteils erneuerbarer Energien in Bestandsgebäuden von 10 auf 15 % vor. Bei der Erfüllung werden neben der Solarthermie eine Reihe weiterer Möglichkeiten zugelassen. Neu ist auch, dass diese Pflicht nun auch für Nichtwohngebäude gilt.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima, Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Januar 2016:

Oberste Geschossdecken von Wohn- und Nichtwohngebäuden, die jährlich mind. vier Monate beheizt werden, müssen ab 01.01.2016 gegen einen unbeheizten Dachraum ohne Mindestwärmeschutz gedämmt werden (geforderter Wärmedurchgangskoeffizient: 0,24 Watt/(m²K)).

Das gilt nicht für:

  • Wohngebäude mit max. 2 Wohnungen, die vom Eigentümer am 01.02.2002 zumindest teilweise selbst bewohnt wurden. In diesem Fall muss die oberste Geschossdecke erst nach einem Eigentümerwechsel gedämmt werden.
  • Fälle, in denen die Kosten für die Dämmung der obersten Geschossdecke nicht innerhalb einer bestimmten Frist durch nachträgliche Einsparungen kompensiert werden können.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima, Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Stand: Januar 2015
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EnEV 2014 wurde vom Bundeskabinett verabschiedet und ist seit dem 01.05.2014 in Kraft!

Das Bundeskabinett hat am 16.10.2013 die EnEV 2014 verabschiedet. Der erlaubte Jahres-Primärenergiebedarf liegt ab 2016 um 25 % niedriger als der nach der zurzeit gültigen EnEV-Fassung. Die Wärmeverluste über die Gebäudehülle sollen um 20 % gesenkt werden. Der Energieausweis wird künftig neben dem farbigen "Bandtacho" auch eine Einteilung nach Effizienzklassen vornehmen.

 

EnEV-Novelle wurde durch Bundesrat zugestimmt!

Am 11.10.2013 hat der Bundesrat in Berlin nun der im Februar 2013 vorgelegten Novellierung der EnEV zugestimmt, allerdings sollen zahleiche Änderungen vorgenommen werden. Diese wurden nun dem Bundeskabinett vorgelegt.

Geplante Neuerungen der EnEV 2014:

 

EnEV-easy für einige Wohngebäude
Die novellierte Fassung der EnEV sieht mit ihrer Anlage 1 eine Vereinfachung des Energienachweises für bestimmte Wohnneubauten vor. Gehört das zu errichtende Gebäude zu dieser Kategorie, kann die zeitaufwändige Berechnung des Energienachweises durch Architekten, Planer und Bausachverständige entfallen. Stattdessen können Energiekennwerte einer Tabelle der EnEV 2014 verwendet werden.

 

Teilsanierung von Dach, Fassade oder Fenstern
Die Formulierung in der EnEV 2009 führte bisher häufig zu folgendem Irrtum: Bei einer Sanierung eines Teils einer Altbaufassade, eines Daches oder Fensters wurde fälschlicherweise angenommen, dass der Besitzer die Pflicht hat, die gesamte Fassade, das gesamte Dach bzw. alle Fenster zu sanieren. In der novellierten Fassung soll das unmissverständlich formuliert werden.

 

Rolle des Energieausweises soll gestärkt werden
Zwar ist der Energieausweis bereits seit der EnEV 2007 bei Verkauf und Neuvermietung von Altbauten vorgeschrieben und in öffentlichen Dienstleistungsgebäuden auszuhängen, doch in der Praxis wird er eher selten vorgelegt. Das soll sich mit der nächsten Novellierung ändern.

 

Energieausweis öffentlich aushängen
Aktuell muss in Nichtwohnbauten mit starkem Publikumsverkehr, in denen auf einer Fläche von über 1000 m2 eine öffentliche Dienstleistung angeboten wird, der Energieausweis öffentlich ausgehängt werden. In Zukunft gilt dies auch für private Gebäude mit regem Publikumsverkehr.

 

Zeitpunkt der Erstellung des Energieausweises

Bisher heißt es in der EnEV 2009, dass bei Errichtung eines Gebäudes ein Energieausweis ausgestellt werden muss. In Zukunft soll es in der EnEV 2014 heißen, dass unverzüglich nach Fertigstellung eines Gebäudes ein Energieausweis erstellt werden muss. In den letzten Jahren hatte die bisherige Formulierung häufig zu Streit geführt, weil Planungsbüros den Energieausweis bereits mit dem Bauantrag erstellt hatten, nicht aber nach Fertigstellung des Gebäudes. So wurden Änderungen, die sich in der Regel während der Bauphase ergaben, dort nicht berücksichtigt. Bauherren oder Eigentümern fiel das in der Regel erst später auf, dann wollte aber häufig weder das Planungsbüro, noch der Bauherr oder Eigentümer für Kosten einer neuen Ausstellung aufkommen.

 

Modernisierungsempfehlungen

Die bisherige Anlage 10 der EnEV 2009 (Modernisierungsempfehlungen) entfällt und wird stattdessen in den Energieausweis integriert.

 

Neues Vorwort

Die EnEV 2014 soll ein Vorwort erhalten, das folgende Ziele hervorhebt:

  • Energieeinsparung von Gebäuden
  • Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit für Eigentümer und Mieter
  • Verfolgung energiepolitischer Beschlüsse der Bundesregierung
  • Nahezu flächendeckende Erreichung eines Gebäudebestands, dessen Energiebedarf ausschließlich mit erneuerbaren Energien gedeckt wird.
  • Einsatz weiterer Maßnahmen, wie z.B. Fördermittel

 

Ausnahmen der EnEV

Bisher mussten Wohngebäude, die weniger als vier Monate jährlich genutzt wurden, die EnEV nicht berücksichtigen. Geplant ist jetzt, dass Wohngebäude, die vorwiegend in der warmen Jahreszeit bewohnt werden, die EnEV nicht zu befolgen haben. Und zwar genau dann, wenn der Energieverbrauch der Nutzungsperiode weniger als 25 % des jährlichen Energieverbrauchs beträgt.

 

Verschärfung der Anforderungen an Neubauten nicht wie geplant

Die Anforderungen an Neubauten werden sich nicht wie ursprünglich vorgesehen um weitere 30 % verschärfen. Stattdessen sollen sich die Anforderungen in zwei Schritten mit der EnEV 2014 und EnEV 2016 wie folgt erhöhen:

  • Der Primärenergiebedarf soll um 12,5 % sinken.
  • Die Wärmeverluste der Gebäudeaußenhülle sollen um 10 % minimiert werden.

 

Norm für Nichtwohngebäude wurde aktualisiert

Bei der Energiebewertung von Nichtwohngebäuden ist mit der EnEV 2014 die neue Fassung vom Dezember 2011 der DIN V 18599 (Energetische Bewertung von Gebäuden) anzuwenden.

 

Geringfügige Änderungen bei Altbausanierungen

Bei Sanierungen im Gebäudebestand sind lediglich bei der Erneuerung von Schaufenstern und Außentüren Verschärfungen geplant.

  • Sanierte Schaufenster dürfen nach neuer Planung höchstens einen U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) von 1,6 W/m²K, statt den bisherigen 2,0 W/m²K aufweisen.
  • Sanierte Außentüren dürfen demnach höchstens einen U-Wert von 1,8 W/m²K, statt den bisherigen 2,9 W/m²K aufweisen.

 

Immobilienanzeigen sollen Energiekennwerte beinhalten

Jede Immobilienanzeige zum Verkauf oder zur Vermietung eines Gebäudes oder eines Gebäudeteils muss zukünftig die Energiekennwerte des betreffenden Gebäudes beinhalten.

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Verschärfung der EnEV seit 2016

News vom 25.02.2016

 

Mit dem 01.01.2016 ist die letzte Novelle, der am 01.Mai 2014 in Kraft getretenen Energieeinsparverordnung (EnEV) für Gebäude wirksam geworden. Die seit Jahresbeginn geltenden strengeren Energie-Einsparvorgaben betreffen hauptsächlich Neubauten. Für sie wurden die energetischen Anforderungen erhöht und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Bei der Sanierung bestehender Gebäude sind keine Verschärfungen vorgesehen.

 

Seit dem 01.01.2016 gelten erhöhte energetische Effiezienzanforderungen bei Neunauten. Bild: Redaktion/Intemann
Seit dem 01.01.2016 gelten erhöhte energetische Effiezienzanforderungen bei Neubauten.

Erhöhte Anforderungen der EnEV 2014 an Neubauten ab 2016
Bei der Energiewende und beim Klimaschutz spielen Gebäude eine sehr wichtige Rolle. Denn vor allem für Heizung und Warmwasser im Gebäudebereich, verbrauchen wir in Deutschland fast 40 Prozent unserer gesamten Endenergie. Die Verschärfungen ab 2016 zielen daher darauf ab, den Primärenergiebedarf zur Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung zu senken. Alle Bauvorhaben die ab dem 01.01.2016 geplant, beantragt und angezeigt werden, müssen die neuen Anforderungen berücksichtigen. Auch für genehmigungsfreie Bauvorhaben, die ab dem 01.01.2016 oder später beginnen, gilt der um 25 Prozent niedrigere zulässige Jahres-Primärenergiebedarf.

Verschärfung der Effizienzstandards für Neubauten um durchschnittlich 25 Prozent
Gegenüber den Vorgaben der EnEV 2014 muss der Jahres-Primärenergiebedarf eines Neubaus ab 2016 um mindestens ein Viertel niedriger sein. Hierbei wird nicht nur der tatsächliche Energiebedarf berücksichtigt, sondern auch die bei Gewinnung und Transport des gewählten Energieträgers anfallende Energie. Damit erhöhen fossilen Brennstoffe den Gesamtenergiebedarf deutlich mehr als Erneuerbare Energien. Diese geforderten Neubaustandards sind ein nächster Schritt auf dem Weg zu Niedrigstenergiegebäuden / Fast-Nullenergiestandard. Ab dem Jahr 2021 ist der Fast-Nullenergiestandard für alle Neubauten vorgesehen.

Weiterhin wird ab dem 01. Januar 2016 eine um 20 Prozent verbesserte Dämmung des Gebäudes gegenüber den Richtwerten von 2014 gefordert.

Im Zuge dieser seit 2 Jahren bekannten Vorschriften ist eine Diskussion rund um die Frage der Erhöhung der Baukosten entstanden. Gegner der erhöhten Anforderungen fürchten eine Verschärfung der angespannten Situation am Wohnungsmarkt durch weniger Bauvorhaben aufgrund der Kostensteigerungen. Für die Befürworter führt aufgrund des großen Einsparpotentzials des Gebäudebereichs kein Weg an besseren Energiestandards vorbei. Die Energiewende seie ohne dieses Potential nicht erreichbar.

Erhöhung der KFW-Förderung ab 01.04.2016
Im Zuge der erhöhten energetischen Anforderungen ab 2016 hat die KfW ihre Förderkredite angepasst. Mit dem Programm "Energieeffizient Bauen (153)", welches aus dem Mitteln des CO2-Gebäudesanierungsprogramm des Bundes finanziert wird, will die KfW Neubauten mit höheren energetischen Niveaus fördern. Ganz weg aus der Förderung fällt das seit 2009 von der KfW geförderte Effizienzhaus 70. Es wird dann dem gesetzlichen Mindeststandard bei Wohnungsneubauten entsprechen und damit läuft die Förderung zum 31.03.2016 aus.

Die beiden Förderstandards KfW-Effizienzhaus 55 und 40 bleiben nach wie vor im Angebot.  Hinzu kommt das Effizienzhaus 40 Plus, welches von der KfW ab dem 01.04.2016 eingeführt wird. Beachtenswert an diesem neuen Standard ist, dass ein wesentlicher Teil des Energiebedarfs unmittelbar am Gebäude erzeugt und gespeichert wird.

Ebenfalls ab dem 01.04.2016 bietet die KfW dann für das KfW-Effizienzhaus 55 ein vereinfachtes Nachweisverfahren an, das „KfW-Effizienzhaus 55 nach Referenzwerten“.

Der Förderhöchstbetrag pro Wohneinheit wird von 50.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben.

Ausführlichere Informationen finden sich hier im KfW-Merkblatt "Energieeffizient Bauen".

 

 

08.11.2017

BAFA Vor-Ort-Beratung für Handwerker geöffnet

Interior of apartment with materials during on the renovation and construction ( the installation of window)Foto: Istock/zazamaza

Gebäudeenergieberater des Handwerks dürfen ab dem 01.12.2017 den geförderten gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplan erstellen. Die entsprechende „Richtlinie über die Förderung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist am 7. November 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Wir begrüßen die Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums, jetzt auch für die Gebäudeenergieberater des Handwerks die Förderrichtlinie zur Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort umfassend zu öffnen. Damit wird eine langjährige Forderung des Handwerks erfüllt und eine wichtige Weiche für eine bessere und flächendeckende Information von Hauseigentümern gestellt. Das ist ein wichtiger Beitrag, die Sanierungsrate im Gebäudebestand zu steigern.

Künftig können Anlässe genutzt werden, Hauseigentümer über die  Möglichkeiten einer energetischen Sanierung durch eine geförderte Beratung zu informieren, die zuvor nicht genutzt werden durften. Wenn beispielsweise ein Handwerker, der zugleich Gebäudeenergieberater ist, zu einem Kunden gerufen wird, um dessen Heizung, Dach oder Fenster zu reparieren, so kann der Hauseigentümer diese Gelegenheit nun nutzen und sich einen geförderten Sanierungsfahrplan erstellen lassen. Eine solche anlassbezogene Beratung war bisher nicht möglich.

Die hohe Qualität der Beratung steht auch künftig außer Frage. Zum einen haben die anspruchsvollen Qualifikationsanforderungen der für Bundesförderprogramme zugelassenen Berater uneingeschränkt auch für die Gebäudeenergieberater des Handwerks Gültigkeit. Handwerker werden sich auch in Zukunft in über 240 Stunden zum Gebäudeenergieberater (HWK) weiterbilden und regelmäßige Fortbildungen absolvieren. Zum anderen wird die Unabhängigkeit der Beratung dadurch sichergestellt, dass der gebäudeindividuelle Sanierungsfahrplan gewerkübergreifend und computergestützt erstellt wird. Zudem wird das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle regelmäßige Stichprobenkontrollen durchführen und die erstellten Sanierungsfahrpläne hinsichtlich deren Plausibilität überprüfen.“